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Die Verwandlung der Ökologie

Das Thema Umwelt/Ökologie beschäftigt mich schon länger. Ich interessierte mich mehr dafür, als ich noch das Gymnasium in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts besuchte. Damals stieß ich auch zum ersten Mal in meinem leserlichen Herumwandern auf das Wort „Ökologie“, meist als Adjektiv „ökologisch“. Meine Lieblingslektüren waren damals noch die von Jack London und Hermann Hesse – von Schriftstellern, die mir seitdem in meinem Gedächtnis verbunden geblieben sind, obwohl sie wahrscheinlich nichts miteinander zu tun haben, außer, dass sie beide ihre Werke im 20. Jahrhundert schrieben. Ich meinerseits habe, gemäß der vagen Vorstellung, die ich unter dem Einfluss dieser Literatur erworben habe, dieses „Ökologische“ spontan in erster Linie als einen subversiven Gedanken verstanden, der sich gegen die moderne, industrielle, entmenschlichende, technische Zivilisation richtet, die einerseits die bezaubernde „Wilderness“ zerstört und andererseits auch die Menschenseele.

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Was bedeutet es heutzutage, ein großer Schriftsteller zu sein?

Es überrascht nicht, dass die Entscheidung, Peter Handke einen Nobelpreis für Literatur zu verleihen, viele heftige Reaktionen ausgelöst hat. Es ist auch keine Überraschung, dass die Reaktionen – insbesondere von professionellen Schriftstellern und Intellektuellen, die sich am meisten dazu verpflichtet fühlen, solche Reaktionen hervorzurufen – zumeist auffallend einheitlich, banal, wenn nicht sogar ganz und gar klischeehaft sind. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass die ganze Frage fast zwangsläufig in falscher und oberflächlicher Weise gestellt wurde. Was bedeutet es heutzutage, ein großer Schriftsteller zu sein? weiterlesen