Zerstörerische Tagträume

Bestimmt kennen Sie das auch: Gedanken, die einen den ganzen Tag lang nicht mehr loslassen. Man wacht mit ihnen auf, trägt sie durch alle Sekunden des Tages, schläft mit ihnen ein und nimmt sie sogar mit in den Schlaftraum.

Es sind Gedanken, die einen tieftraurig stimmen, zweifeln lassen und mit denen man alleine ist, weil sie gerade doch keiner nachfühlen oder richtig verstehen könnte. Gedanken, von denen man sich aber auch nicht einfach befreien kann, da sie das Herz umgreifen, dass es fast zerreißt. Sie toben, schreien und kämpfen in einem bis zur völligen Erschöpfung, die sich in körperlichen Schmerzen entlädt.

Wohin damit?

Vom Schmerz durch den Arm bis hin zum Stift entsteht nur ein Orkan, der des Lesens nicht würdig ist. Aber lässt man ihn wüten, erschlägt er einen. Und sie sind noch nicht weg. Sie bleiben. Und gehören ausgelöscht für alle Zeit.

Und doch ist da die Hoffnung, die vom Innern des Herzens klopft. Das Gefühl, das richtig ist. Vertraut und wissend. Jedoch erschlagen von den peitschenden Böen des Orkans weiß man nicht, ob sie doch wieder brennen werden.

Verstörend und zerstörend. Und doch wegweisend, wenn auch bitter, für die Zukunft.

Wie immer geht es weiter. Allein durch das eigene Leben. Mit seiner Seele als ehrlichstem Partner.

Einen guten Tag mit schönen Momenten und noch schöneren Träumen wünsche ich Ihnen! Sie schenken Kraft und beruhigen auch große Wunden.

(Bildnachweis: Dana Jungbluth)