Die Nacht zum Tag machen

Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Leser!

Was so euphorisch klingt, mag eher an chronischer Übermüdung liegen als an Elan für den anstehenden Tag. Ich bin eine wahre Nachteule. Schon früher konnte ich etwa Referate für die Schule viel entspannter und konzentrierter, vor allem aber motivierter in den Abendstunden vorbereiten. Herrlich, wenn alles schläft und der reizüberflutende Tag sich in die Nacht verabschiedet. Und: man ist für sich. Allein mit seinen Gedanken, ohne, dass einem jemand dazwischen quatscht. Idylle pur, in der sich Kreativität in vollen Zügen ausleben lässt. Eine Wohltat für die Seele!

Dem Tagesgeschehen steht eine solche Nachtaktivität natürlich erheblich im Wege, ist man morgens, bevor der ganze Wahnsinn startet, doch schon ausgelaugt, als wäre man einen Marathon gelaufen. Im Grunde genommen ist man das auch. Einen gedanklichen Marathon, der ebenso erschöpft – wenn nicht mehr – wie ein körperlich getätigter. Es ist so wie bei der Feldmaus „Frederick“ aus gleichnamigem Kinderbuch: Mentale Tätigkeit wird stets unterschätzt. Dabei ist sie genauso wichtig wie körperliche. Erfüllend kann beides sein, es kommt darauf an, für wen. Jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe in der Gesellschaft.

Denken Sie bei Ihrem heutigen Arbeitstag daran und auch daran, das Träumen nicht zu vergessen. Es rettet Sie über den Tag und hält sie wach für das Leben.

Einen guten Tag und träumen Sie etwas Schönes!

(Bildnachweis: Dana Jungbluth)