Die Reise beginnt…

Ich höre die großen Regentropfen gegen die Fenster prasseln und von den Dächern plätschern. Sonst ist Stille.

Wieder schaue ich meinem Leben von der Seite aus zu. Diesmal aber wirkt es, als stünde ich am Bahngleis und der Schnellzug meines Lebens sauste nur so an mir vorbei. Aufspringen geht nicht mehr und auch die Notbremse erreiche ich nicht, noch jemanden, der sie für mich ziehen könnte. Es sieht schlecht aus. In ausweglosen Situationen bleibt nur das Handeln. Keine Zeit, groß nachzudenken. Da zählen Bauchgefühl, Gottvertrauen und Entschlossenheit.

Der rasende Zug wird anhalten müssen. An jeder Station. Sodass ich aufbreche, ihn einzuholen. Nicht hastend, entschlossen. Mit dem nötigsten Gepäck auf eine Route, bei der ich mich auf Umleitungen einstelle.

Es scheint ein Wagnis, denn zwar weiß ich das Ziel, nicht aber, was mich dort erwartet. Es wird auf mich selbst ankommen. Nichts Neues im Leben. Neu diesmal nur, es einfangen zu müssen, wenn ich es leben will. Der jetzige Bahnhof wird abgebaut, liegt bald in Trümmern. Ich muss also los. Jetzt. Auch, wenn andere zurückbleiben.